19.12.2013, Vermischtes

Stiftungslehrstühle - Wie Wissenschaft und Forschung von privaten Förderern proftieren!

  • Skript + O-Töne

Stiftungslehrstühle - Wie Wissenschaft und Forschung von privaten Förderern proftieren!:
Anmoderationsvorschlag:
An deutschen Hochschulen und Universitäten gibt´s rund 1.000 privat geförderte Lehrstühle - Tendenz steigend. Und Unternehmen wie zum Beispiel Vattenfall gehören neben Stiftungen, Verbänden oder Einzelper sonen zu den wichtigsten Förderern. Sie finanzieren allein 41 Prozent der Professuren. Wie wichtig das inzwischen für Wissenschaft und Forschung geworden ist, verrät Ihnen Jessica Martin.
Sprecherin:
Für die von der Wirtschaft oder von Privatleuten finanzierten Stiftungslehrstühle gibt's viele gute Gründe, sagt Professor Bernd Hirschl von der BTU Cottbus.
O-Ton 1 (Prof. Dr. Bernd Hirschl, 0:30 Min.):
"Na, den Hochschulen fehlen ja oftmals die Mittel und auch die personellen Kapazitäten, um sich flexibel auf sich schnell wandelnde und neue Themen einzustellen. Und mit Stiftungslehrstühlen können solche neuen und innovativen Themen zum Teil besser und schneller an die Hochschulen dann gebracht werde n. Man kann Mittel für Mitarbeiter zur Verfügung stellen, die Anforderungen ein bisschen mehr maßschneidern. Eine Herausforderung bleibt dann allerdings die Verstetigung von solchen Professuren. Da muss man auf jeden Fall darauf achten, dass das auch eine längerfristige Perspektive erhält."
Sprecherin:
An der Forschung zu diesen Themen sind natürlich auch private und lokal ansässige Unternehmen, wie beispielsweise Vattenfall interes siert. Verschiedene Stifter kooperieren seit sechs Jahren mit der BTU Cottbus im Rahmen einer Professur. 2012 wurde dieser Vertrag für die von Professor Hirschl geleitete Stiftungsprofessur "Management regionaler Energieversorgunsstrukturen" verlängert.
O-Ton 2 (Prof. Dr. Bernd Hirschl, 0:27 Min.):
"In meinem Fall hatte das damit zu tun, dass in der Energieregion Lausitz, die ja für die konventionelle Energieprodukti on bekannt ist, stärker die Themen gelehrt und beforscht werden sollten, die mit den Herausforderungen der Energiewende und der Transformation des Energiesystems zu tun haben. Und vor dem Hintergrund hat sich hier ein breites Stifterkonsortium verschiedener Akteure zusammengefunden, bei dem unter anderem der Energiekonzern Vattenfall, aber auch der Windenergieanlagenhersteller Vestas dabei sind. Und auch Stadtwerke und Städte hier aus der Region."
Sprecherin:
Letzten Endes profitieren von den Stiftungslehrstühlen aber nicht nur die Hochschulen, sondern auch der akademische Nachwuchs, der im Rahmen von geförderten Abschlussarbeiten und studentischen Mitarbeiterstellen gezielter gefördert werden kann. Besonders wichtig ist für Professor Hirschl dabei aber immer, dass die wissenschaftliche Freiheit und Unabhängigkeit gewährleistet bleibt.
O-Ton 3 (Prof. Dr. Bernd Hirschl, 0:28 Min.):
"Dazu gehört auf jeden Fall, dass - wenn sich Stifter und Hochschule auf ein Thema geeinigt haben - die Hochschule das Berufungsverfahren der Professoren tatsächlich vollständig unabhängig mit den Kandidaten gestalten kann - und da auch später kein Einfluss genommen wird. Und auf Seiten der Stifter gibt es auch Grundsätze, die natürlich einzuhalten sind, die von dem 'Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft' formuliert worden sind. Nicht zuletzt hängt es natürlich auch von den Stiftungsprofessoren selber ab, sich nicht vereinnahmen zum lassen, falls denn dies versucht würde."
Abmoderationsvorschlag:
Was Unternehmen neben "Stiftungslehrstühlen" noch so alles fördern, finden Sie im Internet beispielsweise auf corporate.vattenfall.de unter dem Stichpunkt "Schule und Jugend".


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